Mediation / konfliktvermittlung

Monique Spee hat sich neben der rechtlichen und typisch „anwaltlichen“ Beratung und Unterstützung auch auf die systematische und professionelle Lösung bzw. – nach Möglichkeit – Vermeidung von Konflikten spezialisiert. Monique ist daher sowohl Rechtsanwältin als auch MfN-Registermediatorin. Als solche bringt sie Konfliktparteien mit einer arbeitsrechtlichen oder geschäftlichen Auseinandersetzung wieder miteinander ins Gespräch, um kurzfristig zu einer für beide Seiten befriedigenden Lösung zu gelangen.

Was ist Mediation?

Bei privaten oder geschäftlichen Problemen zwischen Personen oder Organisationen, bei denen sich die Konfliktparteien alleine nicht einigen können, kann auf Mediation zurückgegriffen werden. Mediation ist oft weniger einschneidend als der Gang vor Gericht. Außerdem kann sie Zeit und Geld sparen, da ein Mediationsverfahren bedeutend schneller und – unter anderem dadurch – weniger kostspielig ist. Bei der Mediation arbeiten die Konfliktparteien selbst an einer Lösung auf der Grundlage gemeinsamer Interessen, wobei der Mediator sachkundige Unterstützung bietet. Mediation führt in mehr als der Hälfte der Fälle zu einer vollständig oder teilweise gütlichen Einigung.

Was macht ein Mediator?

Der Mediator ist ein Spezialist für die Begleitung von Verhandlungen, allerdings nicht ausgehend von Standpunkten, sondern von Interessen. Der Mediator ist dafür ausgebildet, diese Interessen mithilfe bestimmter Techniken herauszuarbeiten. Selbiges gilt für etwaige unterschwellige Hemmnisse. Der Mediator urteilt nicht, sondern hilft bei der Suche nach einer Lösung. Er ist unabhängig. Beide Seiten müssen Vertrauen in den Mediator haben.

Schriftliche Vereinbarung als Ziel

Die Teilnahme am Mediationsverfahren ist freiwillig, aber verbindlich. Die Konfliktparteien müssen den Willen zeigen, gemeinsam an einer Lösung zu arbeiten. Alle Beteiligten haben mit dem Inhalt der Verhandlungen vertraulich umzugehen. Die letztlich getroffenen Absprachen werden in einer schriftlichen Vereinbarung festgehalten.

 

Mediation mit Pferden

Ausgehend von ihrer Leidenschaft für Pferde und ihrem Glauben an die Möglichkeit der Konfliktlösung durch Mediation bietet Monique Spee auf Wunsch – neben dem herkömmlichen Mediationsverfahren – eine besondere Form der Mediation an, bei der mit Pferden gearbeitet wird. Diese erfolgt in Zusammenarbeit mit Therese Corbeij, einem erfahrenen und zertifizierten Pferdecoach von Marengo Training & Coaching (http://www.marengotrainingen.nl/).

Wie oben beschrieben, geht es bei Mediation um die Interessen der Konfliktparteien, aber auch um die unterschwelligen Hemmnisse (Gefühle oder Überzeugungen, Verstimmungen, alte Wunden), wodurch ein Konflikt den Parteien zunächst unlösbar erscheint und sie den Gang vor Gericht erwägen.

Pferde spiegeln die (unbewusste) Ausstrahlung von Menschen und reagieren nicht auf rationale Denkprozesse. Wenn jemand – nehmen wir als Beispiel eine Mediation zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer in einem Arbeitskonflikt – „denkt“, dass er eine Vorgesetztenrolle anstrebt, jedoch innerlich noch davor zurückschreckt, eine leitende Position einzunehmen, wird das Pferd auf dieses Zaudern (die Angst) reagieren. Das Pferd zeigt Angst oder Unruhe, der Pferdecoach/Mediator übersetzt die Reaktion des Pferdes für die Konfliktparteien, die dadurch Einblick in die Ursachen der Situation erhalten. So wird auch klar, wo das unruhige Gefühl herkommt. Auf diese Art können die Konfliktparteien konkrete Schritte in die gewünschte Richtung tun, bei denen sich beide gut fühlen, und es wächst das Verständnis für die beiderseitigen Interessen, Gefühle und etwaigen Hemmnisse oder Blockaden, die einer Lösung des Konfliktes zuvor im Weg standen.

In einer solchen Session zeigt das Pferd zudem an, wo bzw. bei wem die meiste „Energie“ steckt, ohne dass damit irgendeine Bewertung (positiv/negativ) verknüpft ist. Der Pferdecoach/Mediator begleitet das Ganze ohne allzu viel Kommentar. Durch die Reaktion des Pferdes und das Gefühl für die Energie erkennen die Mediationsparteien selbst die Situation, die sie (unbewusst) bereits gespürt haben. Dabei entsteht auf beiden Seiten die nötige Freiheit, um die Situation anders zu betrachten und anders damit umzugehen, und somit auch die Möglichkeit zur Lösung des jeweiligen Konfliktes.

Mediation mithilfe von Pferden löst bei den Beteiligten starke Emotionen aus, da das Pferd unvoreingenommen bestimmte Verhältnisse und Zusammenhänge verdeutlicht. Für die Konfliktparteien ist dies oft die Bestätigung dessen, was beide Seiten unbewusst schon lange „wissen“. In der Regel wird diese Konfrontation als heftig, aber auch als äußerst effektiv empfunden.

Qualitätssicherung/MfN

Weitere Informationen zu Mediation finden Sie bei der Stiftung Qualitätsregister für Mediatoren (SKM), die zum Niederländischen Mediatorenverband (MfN) gehört.

Jeder MfN-Registermediator arbeitet nach den Regeln der MfN-Verbandsordnung. Diese gewährleistet die Grundprinzipien von Mediation wie Freiwilligkeit, Diskretion und Geheimhaltung. Die Verbandsordnung können Sie hier herunterladen.